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SAP, Interview

Expertentipps zu SAP S/4 HANA

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Erstellt: 17.07.2018

expertentipps

Louis Emery, Head of Digital and Systems Integration im Gespräch zu Nutzen, Zeitpunkt und Erfolgsfaktoren für die Migration auf SAP S/4 HANA


Herr Emery, welchen konkreten Nutzen bringt SAP S/4 HANA?

SAP S/4 HANA gilt gemäss Gartner als ein ganz grosser «Sprung» in der SAP-ERP-Welt und in punkto Strategie und Plattform als das umfassendste Update in der SAP-Geschichte. Der konkrete Nutzen liegt auf vier Ebenen:

  • Erst die Beherrschung grosser Datenmengen und deren Analyse und Verwertung in Echtzeit macht IoT, Big Data und Mobile Enterprise möglich. SAP HANA ist damit fundamental für die Entstehung neuer Geschäftsmodelle.
  • Realtime Computing bedeutet, dass immer die aktuellsten Daten für die unternehmerischen Prozesse genutzt werden können. Effizienzsteigerungen gehen so mit smarteren Entscheidungen einher.
  • Mit SAP S/4 HANA wird die Wertschöpfung komplett digital abgebildet. Prozesse können Ende zu Ende integriert werden. Dieser Vorteil kann optimal ausgereizt werden, wenn bei der Migration auf die neue SAP-Version ein Reengineering der Unternehmensprozesse vorgenommen wird.
  • Auch der Einsatz und die Handhabung sind mit der neuen SAP Generation entscheidend optimiert. Für die IT sind Betrieb und Wartung vereinfacht; die Cloudfähigkeit sorgt für Kostenersparnis und Flexibilität. Die neue intuitive Bedieneroberfläche vereinfacht den Fachabteilungen die Nutzung, verbessert die User Experience und erhöht damit die Akzeptanz und Effizienz.

Warum sollten Unternehmen jetzt bereits umsteigen, wenn doch noch Zeit bis 2025 ist?

Für jedes Unternehmen, das seine Innovationskraft für mehr Wettbewerbsfähigkeit steigern will, ist ein Grund ganz wichtig: Innovation findet künftig nur noch auf der S4/HANA Plattform statt, nicht mehr in der Business Suite. Als Early Adopter gewinnen die Frühumsteiger einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber der Konkurrenz. Je nach Migrations- und Go-Live-Strategie müssen Ressourcen, Zeit und Investitionen für die Einführung auf die neue Produktegeneration geplant werden. Ohnehin sollte man, auch wenn SAP die Wartung der Business Suite erst per 2025 einstellt, den Umstieg nicht auf die lange Bank schieben. Gerade Schweizer Unternehmen mit mehreren Gesellschaften und verteilten SAP-Systemen, wie es in der Industrie häufig vorkommt, haben einen komplexen Weg vor sich. Sind SAP-Systeme im Einsatz, die nach 15 oder 20 Jahren heterogen um Eigenentwicklungen erweitert wurden, sollten sich langfristig über ihre Migrationsstrategie Gedanken machen und gründlich analysieren, wo Investitionsschutz bevorzugt und wo gegebenenfalls auch eine Rückkehr zu den neuen Standardfunktionen sinnvoll sein könnte. Denn perspektivisch ist die Auslagerung des Applikationsmanagements und die Nutzung von SAP aus der Cloud sicher die langfristig kosteneffizienteste und flexibelste Option.

Viele Unternehmen fürchten den bevorstehenden Aufwand und die Kosten. Gibt es aus Ihrer Sicht Schlüsselfaktoren für den Erfolg?

Bei SAP S/4 HANA handelt es sich um ein ERP-System mit so komplexen Neuerungen, dass nur die wenigsten Firmen es auf eigene Faust einführen können. Entsprechend kommt der Auswahl des richtigen Partners eine entscheidende Rolle zu. Praxiserfahrung und einschlägige Referenzen, SAP-zertifizierte Experten, Methodiken für das Prozess-Reengineering sowie Erfahrungen im Applikationsmanagement sind wichtige Entscheidkriterien für den Partner. Es macht auch Sinn, sich zu überlegen, ob man mit ein- und demselben Partner die Analyse und Konzeption (Design), die Migration und Implementation selbst (Transform) und anschliessend den Betrieb (Operate) angehen will. 

In Bezug auf den Aufwand lohnt es sich, sich nach einem Partner umzuschauen, der für die einzelnen Leistungen fixfertige Sorglospakete, im Idealfall sogar mit Fixpreis, anbieten kann. Und last but not least sollte in die Überlegungen unbedingt mit einbezogen werden, wie cloudfähig der Partner ist. Denn selbst wenn viele Unternehmen zu Beginn das on-premise-Betriebsmodell bevorzugen werden, so geht der Trend doch mehr und mehr Richtung Cloud. Der Partner sollte also die Wahl- und Umstiegsmöglichkeit bieten und genügend Erfahrung in beiden Welten mitbringen.

 
 
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Louis Emery
Head of Digital and Systems Integration
Louis Emery

Kontakt: Louis Emery

Head of Digital and Systems Integration