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Interview, Security

Interview mit Andrew Hutchison

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Erstellt: 13.07.2018

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Dr. Hutchison stiess 2002 zu T-Systems Südafrika. Bevor er zu T-Systems International wechselte, war er sieben Jahre für das Telekommunikationsgeschäft einschliesslich der betrieblichen Sicherheit in Südafrika verantwortlich. Mit dem Aufbau der Geschäftseinheit «CyberSecurity» bei T-Systems, die später in der «Telekom Security» aufging, wurde er Teil des Expertenteams rund um sämtliche Sicherheitsaktivitäten innerhalb der Telekom Gruppe und konzentriert sich auf die Sicherheitsentwicklung in unterschiedlichen geographischen Märkten.

Herr Hutchison, Sie sind nun seit vielen Jahren Teil des Telekom-Konzerns. Wo liegt Ihr Fokus als CyberSecurity Spezialist?

Andrew HutchisonWährend der letzten Jahre erhielt ich dank meiner Zusammenarbeit mit der hiesigen Geschäftseinheit vertiefte Einblicke in den Security-Markt Schweiz. Der Fokus auf Sicherheit ist hierzulande momentan dermassen gross, dass ich meinen Arbeitsort kurzerhand in die Schweiz verlegte und mich hauptsächlich auf den Schweizer Markt konzentriere.

T-Systems soll in diesem Markt eine prominente Schlüsselrolle einnehmen. Geschäftskunden erhalten gebündelte Sicherheitsdienstleistungen aus dem Schweizer Delivery Center wie auch aus unserem Magenta-Sicherheitsportfolio der Telekom-Gruppe. Das Ziel der Telekom Security ist es, Security zu internationalisieren und dabei auch zu wachsen. Die Schweiz mit ihrem hohen Sicherheitsbedürfnis ist in dieser Internationalisierungsstrategie ein Wachstumsmarkt mit grossem Potenzial. Wir arbeiten ständig an unserem Angebotsportfolio und an unserer Positionierung in allen Fragen der Cybersecurity – mit unserem Know-how und unserer europäischen DNA sind wir für eine führende Rolle prädestiniert.

Sie kennen die internationale Sicherheitslandschaft sehr genau. Wie unterscheidet sich T-Systems Schweiz von der Konkurrenz?

Andrew HutchisonWir sind sowohl von der Expertise als auch von der Infrastruktur her bestens aufgestellt: Wir haben eine starkes Security-Team vor Ort und mit unserem Datacenter in Zollikofen auch ein lokales Servicezentrum. Als Teil der Telekom Gruppe haben wir den Vorteil, auf langjährige Erfahrung im Sicherheitsbereich zugreifen und eine Erfolgsbilanz mit Verschlüsselungsprodukten, Smart Cards (wie sie z. B. in europäischen Pässen genutzt werden) sowie allgemeiner Unternehmensnetzwerk- und Infrastruktursicherheit vorweisen zu können. Als Sicherheitsanbieter für einige der grössten Unternehmen der Welt wissen wir genau, welche Sicherheitsanforderungen Betriebe haben.

Ein essentieller Unterschied, der uns einzigartig macht, ist unser Zugang zur Gefahrenerkennung, den wir als Teil der Deutschen Telekom Gruppe haben und unseren Kunden anbieten. Als grösstes Unternehmen in Europa und einer der wenigen TIER 1 Internet-Serviceprovider der Welt haben wir Zugriff auf weitreichende Informationen im Internet, auf deren Basis wir andere Unternehmen umfassend beraten und absichern können. Dank unserer betriebsinternen Gefahrenerkennung können wir Mechanismen wie beispielsweise unser Honeypot-Netzwerk nutzen, um Informationen zu Bedrohungen im Internet zu sammeln und schnell auf Vorfälle zu reagieren, indem wir die Gefahr identifizieren und blockieren.

Sicherheit spielt eine immer wichtigere Rolle. Welche Trends werden uns Ihrer Meinung nach in der nahen Zukunft beschäftigen?

Andrew HutchisonDer Fokus in der Sicherheit in Bezug auf das, was geschützt werden muss, verlagert sich von der IT (Information Technology) auf OT (Operational Technology). Unternehmen vernetzen sich immer mehr, sie automatisieren und ihre Geräte und Prozesskontrollsysteme werden Teil von übergeordneten Netzwerken. Damit werden sie offener, was Gefahren für Fremdeingriffe in sich birgt, wenn nicht die richtigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Eine andere wichtige Veränderung in der Sicherheit ist die Verlagerung zum Cloud-Processing. Die Sicherheitskomponente muss unbedingt bereits in das Design eines Cloud-Processingmodells einbezogen werden.

Auch Netzwerktrends bedingen neue Vorkehrungen in Bezug auf Sicherheit. Immer mehr Benutzer und lokale Zweigstellen verbinden sich direkt über das Internet und nicht über zentrale Unternehmensgateways mit Cloud-Diensten. Das bedeutet, dass die Sicherheit das Internet mit einbeziehen und stärker auf Netzwerksecurity fokussieren muss. Sicherheit kann nicht mehr nur an einem Ort gewährleistet werden, sondern muss allgegenwärtig sein.

Was sind die vielversprechendsten Strategien im Sicherheitsbereich?

Andrew HutchisonEine der erfolgversprechendsten Strategien, um Angriffe effektiv zu identifizieren, ist die Analyse von immer grösseren Datensätzen. Mit der stetig wachsenden Menge an Informationen, die wir für die Sicherheit nutzen, wird die Verarbeitung der Daten zu einer schwierigen Aufgabe. Durch Technologien wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen können wir menschliche Analysten dabei unterstützen, grosse Datenvolumen zu verarbeiten und Sicherheitslücken zu erkennen. Neue Arten von Angriffen werden in rasendem Tempo entwickelt, darum ist es wichtig, dass Sicherheitsanalysten Angriffe vorhersehen können, wobei die erwähnten KI-Systeme helfen sollen.

Auf der Ebene von Anwendungen und Systemen müssen wir noch daran arbeiten, dass Sicherheitsdesign von Anfang an miteinzubeziehen. Obwohl dieses Problem bei vielen Systemen bekannt ist, ist es noch nicht gelöst. Ausserdem ist Sicherheit häufig immer noch ein Hindernis bei der Benutzung eines Systems. Benutzerfreundliche Sicherheitslösungen sind eine Herausforderung. Für Unternehmen, die Sicherheit auf nahtlose und klare Weise integrieren, kann das zum Vorteil werden.

Was können Kunden von T-Systems erwarten und worauf sollten sie achten?

Andrew HutchisonUnsere Kunden können einen zuverlässigen und optimal gemanagten Sicherheitsdienst erwarten, der von professionellen Teams geleistet wird, die sich ausschliesslich auf Sicherheit konzentrieren. Ausserdem verstehen wir als umfassender ICT- und Cloud-Anbieter, wie Sicherheit in die bestehende IT-Landschaft mit ihren Servern, Workstations, Netzwerken und Cloud-Umgebungen integriert sein muss. Sie können von uns spezialisierte alleinstehende oder integrierte Sicherheitsdienstleistungen erhalten. Wenn Sie Cloud- oder Netzwerkdienste erwerben, erhalten Sie zusätzlich Sicherheitsdienste als Teil der Lösungen.

Wie kann man sich die Arbeit im Sicherheitsbereich bei T-Systems vorstellen?

Andrew HutchisonBei einem international ausgerichteten Dienstleister wie T-Systems hat man die Möglichkeit, an den Sicherheitsaktivitäten von einigen der grössten und interessantesten Unternehmen der Welt mitzuwirken. Weil wir produktunabhängig sind, haben wir die Chance, eine grosse Bandbreite an Sicherheitstechnologien kennenzulernen und zu bewerten.

Das ist eine Herausforderung, aber auch befriedigend, wenn Designs und Lösungen weltweit implementiert werden. Wir sind eine grosse, globale Gemeinschaft von Sicherheitsspezialisten (rund 1‘500 Personen bei TelekomSicherheit), sodass man von den absoluten Experten im Feld lernen kann und sich mit den aktuellsten Sicherheitsthemen beschäftigt.

Durch die T-Labs sind wir auch an der Entwicklung unserer eigenen Sicherheitslösungen beteiligt und durch Initiativen wie hub:raum stehen wir regelmässig in Kontakt mit Sicherheits-Startups und sehen, wie modernste Sicherheitstechnik entsteht. Neue Stellenprofile wie Gefahrenanalyst entwickeln sich und T-Systems unterstützt die Fachleute beim Training und der Erweiterung ihres Wissens. Wegen des Mangels an Cyberspezialisten sucht T-Systems immer nach Personen mit Potential, ihre Skills auszubauen und zu Sicherheitsspezialisten zu werden.

 

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Alex Reusch
Cyber Security Sales Specialist T-Systems Schweiz
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