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Satellitendaten aus der Cloud

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Erstellt: 19.11.2018

Die europäische Weltraumbehörde ESA erstellt Satellite Data von der Erde. Diese Daten sind in der Open Telekom Cloud für jeden zugänglich.


 Satellitendaten aus der Cloud

Die Aufnahmen von Astronauten aus der Internationalen Raumstation zeigen es genauso wie Bilder der Erdbeobachtungssatelliten der europäischen Weltraumbehörde (ESA): Unser Planet versteckt sich vor allzu neugierigen Blicken. Fast 70 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wolken bedeckt – das fanden Wissenschaftler mithilfe des Radiospektrometers MODIS heraus. Während das für Satelliten unproblematisch ist, die den Planeten etwa im infraroten Bereich scannen, kommen Satelliten mit Sensoren an ihre Grenzen. Der Grund: Wolken blockieren die Sicht, Schatten verdecken Objekte am Boden. Wie können Satelliten also trotz Wolkendecke rund um die Uhr freie Sicht auf die Erde erhalten?

Atlas ohne Wolken aus der Cloud

Eine Antwort darauf liefern Joachim Ungar und Stephan Meißl, Gründer des österreichischen IT-Dienstleister EOX. Ihre Mission: eine wolkenlose Weltkarte aus Satellite Data. Dafür haben sie ein Jahr lang die Daten der Sentinel-2-Satelliten aus dem Erdbeobachtungsprogramm Copernicus gesammelt und daraus einen Atlas aus insgesamt 80 Billionen Pixel erstellt – wolkenfrei und als sogenannte Sentinel-2-Cloudless-Anwendung für jeden kostenlos in der Cloud zugänglich.

Das Bildmaterial aus dem All, das die ESA im Rahmen des Copernicus-Programms zur Verfügung stellt, liefert wichtige Erkenntnisse über den Zustand unseres Planeten. Es unterstützt etwa dabei, Waldbestände zu messen, Klimadaten von Städten zu sammeln oder Eisschollentrieb in den Ozeanen zu beobachten. Auch die Luftqualität lässt sich so analysieren und auf Basis dieser Erkenntnisse verbessern. Eine enorm wertvolle Ressource also für Wissenschaftler, Forstämter, Landwirte oder Reedereien. Der Preis der Erkenntnis: eine enorm große Datenmenge, die nicht leicht zu verwalten ist: 20 Terabyte kommen jeden Tag über die Copernicus-Satelliten zusammen – das entspricht der Datenmenge von rund 4.000 Spielfilmen in HD-Qualität mit je fünf Gigabyte.

Satellite Data aus der Open Telekom Cloud

Um diese Daten langfristig speichern, effizient verarbeiten und für jeden Nutzer kostenlos bereitstellen zu können, setzt die europäische Raumfahrtagentur auf Cloud Computing. Und hat mit T-Systems den Copernicus Data and Information Access Service (Copernicus DIAS) ins Leben gerufen. Das Ziel: Die Daten aus dem All sollen jedem kostenlos zur Verfügung stehen – ohne selbst auf teure Infrastruktur zur Datenverarbeitung oder Speicherressourcen setzen zu müssen. Die passende Cloud-Lösung dafür liefert die Telekom mit ihrem Public-Cloud-Angebot, der Open Telekom Cloud.

Wichtiges Bindeglied zwischen Anwender und Satellitendaten ist der Dienst Mundi Web Services, der seit Juni 2018 in der Open Telekom Cloud bereit steht. Der Bonner Provider betreibt die Cloud auf Basis der offenen Cloud-Computing-Architektur OpenStack in den hochsicheren und mehrfach zertifizierten Rechenzentren in Magdeburg und Biere. Bei Mundi Web Services stehen aber nicht nur die Daten aus dem All in der Cloud bereit, sondern auch spezielle Services für die Datenanalyse, wie etwa die Sentinel-2-Cloudless-Anwendung von EOX. Mundi Web Services liefert damit als zentrale Anlaufstelle eine Lösung für alle: Daten, Anwender und Analyseservices finden alle in der Open Telekom Cloud zusammen, in der Nutzer die Daten direkt verarbeiten können. Der Vorteil: Eigene Rechen- und Speicherressourcen für die komplexen Anwendungen sind nicht mehr nötig.

Datenspeicherung im Object Based Storage der Public Cloud

Mundi Web Services will seine Angebote Schritt für Schritt ausbauen. Drittanbieter können hier ihre Lösungen zur Nutzung der Satellitendaten anbieten – so wie etwa das Grassland-Monitoring von e-GEOS: Hier können sich Nutzer beispielsweise über Mähaktivitäten oder den Grad der Graslandabdeckung einer bestimmten Region informieren.

Alle Daten aus dem All werden im Object Based Storage der Open Telekom Cloud nachgehalten. Damit bei den zahlreichen Terabyte pro Tag kein Chaos entsteht, weist eine Middleware den Daten einen exakten Speicherplatz zu. Alle Daten werden nach Indexierung in einer Klasse gespeichert, je nachdem, für welche die aktuelle Zugriffsrate das beste Preisleistungsverhältnis bietet. Die Einteilung sorgt für eine ökonomische Datenhaltung, so dass Mundi Web Services die Informationen kostenlos zur Verfügung stellen kann. Wer Analysedienste nutzt, zahlt für die IT-Ressourcen aus der Cloud nach dem Pay-per-use-Prinzip.

„Mit Copernicus DIAS haben wir die Satellitendaten im Grunde genommen demokratisiert“, sagt T-Systems Projektleiter Etienne Boutelliez. „Jeder hat kostenlosen Zugriff auf die Daten und kann sie für seine, auch kommerziellen, Zwecke weiterverarbeiten.“

100.000 Nutzer laden täglich die Daten herunter – was vor der Einrichtung von Copernicus DIAS die Netze extrem belastet hat. Heute ist der Download nicht mehr nötig, die Nutzung der Informationen läuft auf den virtuellen Maschinen der Open Telekom Cloud. Die Daten aus dem Copernicus-Programm werden über einen langen Zeitraum verfügbar sein. In rund vier Jahren wird ein Archiv von rund 40 Petabyte bestehen – das entspricht etwa acht Milliarden Smartphonefotos mit je fünf Megabyte.

 

Lesen Sie mehr über IoT Themen in unserer Online Serie "House of Clouds".

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Thomas Williams
Program Manager Cloud, T-Systems Schweiz
Serie: House of Clouds  Die Cloud ist ein dauerhaftes Thema in der IT-Branche. Je nach Anforderung  kommt sie in unterschiedlicher Form und Technologie zum Einsatz und ist  Transformationsbasis für die Unternehmens-IT. Mehr erfahren
Thomas Williams

Kontakt: Thomas Williams

Program Manager Cloud, T-Systems Schweiz