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Virtualisierungstechnologie für Netze

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Erstellt: 20.12.2017

Smart SD-WAN

Virtualisierungstechnologie entfesselt das Weitverkehrsnetz: Das SD-WAN stellt neue Verbindungen und Funktionen in kurzer Zeit bereit.


Ob für Videokonferenz oder Cloud-Applikationen – Firmen aller Branchen sind auf eine stabile Netzinfrastruktur angewiesen, die sich idealerweise schnell und je nach Bedarf anpassen lässt. Aber: Während Unternehmen heute IT-Dienste dynamisch und aus der Cloud beziehen, hinken standortübergreifende Firmennetze oft hinterher. „Sie sind träge“, sagt Dr. Thomas Zinner vom Lehrstuhl für Informatik und Kommunikationsnetze der Universität Würzburg. „Ihre Funktionen sind an Spezialhardware gebunden. Und deren Bereitstellung dauert, erfordert Fachpersonal und oft telefonische Absprachen zwischen unterschiedlichen Netzbetreibern.“ Unternehmen brauchen daher Zeit und Geduld, wollen sie neue Standorte vernetzen, verschlüsselte Verbindungen herstellen oder Bandbreiten erhöhen. Denn der Netzbetreiber muss einen Grossteil des Auftrags manuell durchführen: „Es dauert einfach seine Zeit, bis Router und Switches programmiert, neue Firewalls und WLAN-Access-Points per Kurier um die Welt gesendet sind“, so Experte Zinner, der an den Netztechnologien von morgen forscht..

Lesen Sie, wie hybride Netzwerke Kosten einsparen und Firmen-Anwendungen performanter ans Netz anbinden

Träge Netzwerke hemmen Geschäft

Dass der Schuh drückt, zeigt die im Jahr 2015 veröffentlichte Studie Digital Business Readiness: Gefragt nach den grössten IT-Hemmnissen in 100 grossen, deutschen Firmen kommen veraltete System- und Netzwerkarchitekturen mit 19 Prozent auf den vierten Platz. Und: In drei von vier Unternehmen beeinträchtigen Änderungen am Firmennetz mehrmals pro Jahr das Geschäft, fand eine 2016er Umfrage unter Administratoren heraus, durchgeführt vom Beratungshaus Dimensional Research. Künftig könnten Änderungen am Weitverkehrsnetz jedoch deutlich schneller vonstattengehen – dank einer Technologie, die aus dem Grossrechenzentrum kommt. Die Betreiber von Rechenzentren hatten ein Problem: Sie suchten Anfang des 21. Jahrhunderts nach Antworten, um unvorhersehbare Lastspitzen abzufedern. Ihre Idee: Alle Komponenten des Local Area Networks (LAN) sollten sich zentral steuern, konfigurieren und administrieren lassen, um die Datenflüsse immer optimal zu halten. Die Lösung lieferte ihnen ein „Controller“, ein zentraler, technischer Netzkoordinator. Statt Router und Switches manuell zu konfigurieren und sie das Netz steuern zu lassen, wacht der zentrale Controller über allem: Er steuert und konfiguriert gleichzeitig. Wie im Stellwerk beim Bahnverkehr optimiert der Controller über Software den Datenstrom im Netz. Das heisst: Der Controller stellt Weichen, damit Informationen immer reibungslos fliessen und den Weg nehmen, der ihnen bestimmt ist. Tritt an einer Stelle im Netz ein Engpass auf, leitet er den Verkehr um. Bei Gefahr sperrt er einzelne Netzabschnitte wie etwa auch Ports oder IP-Adressen. Kommt ein Schnellzug, dann erhält dieser Vorfahrt. „Die Trennung von Datenweiterleitungs- und Steuerungsschicht machte das Netzmanagement einfacher, effizienter und schneller“, sagt Zinner.

Programmierbare Netze beflügeln Digitalisierung

Die Idee eines zentral über Software steuerbaren Netzwerks (SDN) war geboren. Heute, gut zehn Jahre später, kommen erste SD-WAN-Angebote auf den Markt, welche die Lösung aus dem Rechenzentrum von einst für komplette Weitverkehrsnetze bereitstellen. Das heisst: Standortübergreifende Firmennetze lassen sich zentral und automatisiert steuern sowie flexibel verändern. Auch die Netzfunktionen – Firewalls, Gateways oder Load-Balancer – laufen als Software auf Standardservern am Unternehmensstandort. In kürzester Zeit lassen sie sich an den Bedarf anpassen. Virtuelle Netzwerktechnik erlaubt es also, Netze nun so zu managen, wie Firmen heute auch Cloud-Services beziehen – auf Knopfdruck und passgenau skaliert. Bandbreiten lassen sich software-definiert viel schneller anpassen, die Priorisierung von Datenströmen leichter umsetzen. So halten die Netze nicht nur mit dem Tempo der IT mit, sondern beflügeln die weitere digitale Transformation.

Netzwerkdienste und IT verschmelzen 

Laut Experten wie Zinner gehört software-definierten Weitverkehrsnetzen (SD-WAN) die Zukunft: „Das SD-WAN bringt Standorte automatisiert ins Firmennetz – so leicht, wie man heutzutage bereits Gateway-Geräte einrichtet oder virtuelle Maschinen aus dem Rechenzentrum anbindet.“ Auch die Technologiemarktforscher von IDC attestieren dem SD-WAN eine mehr als rosige Zukunft: Flexibel, leicht zu managen und zu skalieren, fördere es nicht nur die Kosteneffektivität, sondern bringe steigende Anforderungen und geringe Budgets unter einen Hut.

Lesen Sie mehr über Netzwerk Themen in unserer Online Serie "Netze der Zukunft".

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Mario Engel
Head of Portfolio Management, T-Systems Schweiz
Serie: Netze der Zukunft  Wer digitalisieren will, braucht eine leistungsfähige Vernetzung. Welche  Anforderungen müssen die Netze der Zukunft erfüllen und wie sieht ihr Design  hinsichtlich der Übertragungsart aus? Mehr erfahren
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